Invasionen des Privaten
Fast schien es, als hätte die Reise selbst einen Blick in mein Notizbuch riskiert und mir sodann ausschließlich jene Begebenheiten, Gespräche, Bilder und Wortfetzen geliefert, die zum Titel passen; vielleicht aber war es auch mein Fehler gewesen, ihn auszuwählen, denn kaum hatte ich ihn gefunden, schon zog er mich aus der Sicherheit des Beobachterpostens mitten in die Handlung: In diesem Fall beugte er sich tief mit mir in einen Spiegel, Julies Spiegel, und Julie sagte, du siehst grönländischer aus als ich; so begann meine Reise in den Norden, und so endete sie, in meiner eigenen Biografie.
(Aus: Invasionen des Privaten, Literaturverlag Droschl, 2011)